Expansion und Kontraktion – die Grundkräfte des Universums
Der Daoismus versucht, die fundamentale Natur des Universums und das Prinzip, das allem Sein zugrunde liegt, zu erklären. Auch die Physik versucht mit modernen Konzepten die fundamentale Ordnung des Universums zu erforschen und zu beschreiben. Darin bildet die dualistische Konzeption von Expansion (Magnetismus) und Kontraktion (Dielektrizität) die Grundlage allen Lebens.
Als Junge war für mich die Erkenntnis wichtig, dass auch die Erwachsenen nicht auf alle Fragen Antworten wissen. Zum Beispiel: Was ist der Ursprung des Universums, wo ist die Quelle des grossen Ganzen? Was hält die Welt im Innersten zusammen? Und wo führt das alles hin? Die Unwissenheit weckte meine Neugier. Meine Hoffnung war gross, im Studium der Naturwissenschaften Antworten auf diese Fragen zu finden. Ich wollte einen Blick über den Rand der Petrischale werfen und Fragen über den Mikro- und den Makrokosmos stellen. Aber nirgendwo schienen die Fragen hineinzupassen.
Wissenschaft als Hoffnung
In der ersten Vorlesung zur Quantenphysik bat uns der Dozent, auf die Tische zu steigen. Wir Studenten sahen uns irritiert an. Der Dozent erklärte anhand von diesem Beispiel, dass man in der Quantenphysik nicht alles verstehen, sondern einfach akzeptieren müsse. Somit war auch die Frage, ob Licht nun in Wirklichkeit eine Welle oder ein Teilchen ist, «unter den Tisch gekehrt». Es schien mir, als hätte die Physik an diesem Punkt aufgehört, Fragen zu stellen, und begnüge sich damit, den Status quo zu verteidigen, anstatt die Lehrbücher neu zu schreiben.
Das Standardmodell, welches heute die anscheinend erfolgreichste Theorie zur Erklärung des Universums liefert, beschreibt vier Grundkräfte – Gravitation, Elektromagnetismus sowie starke und schwache elektrostatische Wechselwirkungen. Um dieses Modell zu halten, ist die Teilchenphysik heute bei 17 Elementarteilchen angelangt: sechs Quarks, sechs Leptonen, vier Eichbosonen sowie dem Higgs-Boson, das allen Teilchen Masse verleihen soll. Teilchen zu berechnen ist noch heute hoch im Kurs und erscheint den Gremien als nobelpreiswürdig.
Einer kürzlichen Umfrage zufolge glaubt jedoch ein wachsender Anteil der Teilchenphysiker selbst nicht an die reale Existenz der von ihnen mathematisch beschriebenen Teilchen. Hinzu kommt, dass dieses Standardmodell der Teilchenphysik gerade einmal fünf Prozent des Universums beschreiben könnte. Der grosse Anteil an dunkler Energie (68 %) und dunkler Materie (27 %) lässt sich durch dieses Standardmodell nicht erklären. Den Raum und seine Dimensionen in momentane Energiezustände herunterzubrechen, diesen Teilchencharakter zu attribuieren und damit das Universum zu erklären, erscheint mir mehr kreativ als intuitiv.
Doch was ist denn die Grundstruktur, die grundlegende, natürliche Ordnung, mit der sich das Universum erklären lässt?
Äther und Wu – Die Leere
In meiner Forschungsarbeit am Paul Scherrer Institut untersuchten wir die Wirkung von Wellen und Teilchen im Sinne der radioonkologischen Tumorbestrahlung. Wir studierten die unterschiedliche Wirkungsweise von hochenergetischen Röntgenstrahlen zu der Wirkung von beschleunigten Teilchen auf menschliche Zellen. Dabei wurde klar, dass diese Modalitäten völlig unterschiedliche energetische Signaturen im Gewebe hinterlassen und dass das umliegende Gewebe einen Einfluss auf die Ausbreitung der Strahlung respektive Teilchen hatte. Doch welche Qualität hat die Substanz, welche grundsätzlich Energie tragen und übertragen kann und der letztendlich bewusstes Leben entspringt?
Das omnipräsente Medium, welches elektromagnetische Schwingungen übertragen lässt, wurde in der Physikgeschichte einst „Äther“ genannt – heute spricht man in modernen Modellen mitunter von einer Quantenflüssigkeit (Quantumfluid), Vakuumenergie oder Nullpunktenergie. Dieses teilchenlose, dimensionsfreie Medium lässt sich bildlich mit einem vollkommen stillen, spiegelglatten See vergleichen. Erst wenn ein Impuls – etwa ein Stein – ins Wasser fällt, breiten sich konzentrische Wellen aus.
In der daoistischen Konzeption ist die „Leere“ (Wu) die Quelle allen Potenzials. Im Daodejing wird die Leere nicht als Nichts, sondern als fruchtbarer Raum beschrieben, aus dem Form entspringt.
Der Impuls: Geburt des Kosmos
Die Leere (Wu) oder der Äther veranschaulichen auch den Zustand vor dem Urknall – ein spiegelglatter See, so still, dass er kaum spürbar ist. In dieser tiefen Ruhe ruht die Einheit, das unermessliche Potenzial, aus dem Raum und Form entspringen.
Ein Impuls könnte hier als natürliche Spontanität (Ziran) beschrieben werden. Eine Entfaltung, die aus sich selbst hervorgeht, ohne Zwang und ohne Plan. Aus einer Berührung dieser Stille entsteht eine Ordnung, die fliessend und lebendig pulsiert. Ein selbstorganisierendes System, welches aus inneren Strömen geboren wird und sich in stetem Wandel selbst erneuert. Eine Emergenz, die sich nicht nur in eine Richtung bewegt, sondern in zwei gegensätzliche. Ein rhythmisches Wechselspiel komplementärer Kräfte. Eine Balance, die jedes Sein, jede Form und jedes Leben in untrennbarer Verbundenheit hält. Ihr harmonisches Wechselspiel webt die Symmetrie des Dao. Wo Einfachheit die tiefste Wahrheit birgt, wird aus Einem Zwei, aus der Einheit die Dualität.
Die Natur der Dualität
Die Daoisten haben es im Grunde als Erste verstanden: Das Prinzip der Ausdehnung (Expansion, Strahlung) als Yang und das der Verdichtung (Kontraktion, Sammeln, Zentrieren, Kondensieren) als Yin sind die beiden ursprünglichen und grundlegenden Urkräfte des Universums. Später griffen die Stoiker (ab dem 3. Jh. v. Chr.) diese Idee auf. Sie beschrieben das Pneuma als lebendiges Ordnungsprinzip des Kosmos – ein Spannungsfeld zwischen tonos (Kondensation, Verdichtung) und anesis (Ausdehnung, Lösung).
Auch in der Neuzeit finden wir ähnliche Vorstellungen: Giordano Bruno (1548 – 1600) sprach vom „Atem des Universums“, einem ewigen Pulsieren aus Expansion und Kontraktion. Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) formulierte in seiner Naturphilosophie die Prinzipien von Polarität und Steigerung – und sah in Expansion und Kontraktion die beiden Grundkräfte alles Lebendigen.
Später wurde dieses Prinzip von Ausdehnung und Kondensation auch von Physikern aufgegriffen und weitergedacht: Nikola Tesla (1856 – 1943) verstand Expansion und Kondensation als natürliche Dynamik dieses Mediums, das Energie trägt und überträgt. Charles Proteus Steinmetz (1865 – 1923) legte die mathematischen Grundlagen für Wechselstromsysteme und beschrieb das dielektrische Feld und das magnetische Feld als komplementäre Kräfte – ein Spannungsfeld von Verdichtung und Ausdehnung. Walter Russell (1871 – 1963) knüpfte diese Erkenntnisse schliesslich in eine umfassende Kosmologie ein: Für ihn war das Universum ein atmender Organismus, dessen fundamentale Bewegung der Rhythmus von Konzentration und Expansion ist, die sich von Galaxien bis zum Atom wiederholt.
Die physikalische Form von Weite und Tiefe
Das fundamentale Prinzip von Expansion und Kondensation lässt sich heute analog zu den Kräften des Magnetismus und der Dielektrizität beschreiben. Dielektrizität beschreibt die Fähigkeit eines Materials, in einem elektrischen Feld Ladungen zu polarisieren und dadurch elektrische Energie zu speichern.
Magnetismus entspricht der räumlich ausströmenden Natur. Bildlich gesprochen wie ein ausatmender Wind. Magnetische Feldlinien strömen divergierend aus und schaffen Weite. An beiden Polen eines Magneten spannt sich aus dem Zentrum der Raum spiralförmig durch expandierende, rotierende Feldlinien auf. Ebenso auf beiden Seiten des Magneten kontrahiert in entgegengesetzter Richtung, vortexförmig, der Raum nach innen, zum Zentrum zurück. Also ein Ring, dessen Feldlinien in sich selbst zurückfliessen. Geometrisch lässt sich dies durch den Torus veranschaulichen.
Magnetische Feldlinien können wunderbar durch «Ferrocell-Experimente» sichtbar gemacht werden. Diese Rotationsrichtung der Feldwirbel bestimmt das Verhalten zwischen zwei Magneten: Haben beide Magnetpole die gleiche Drehrichtung, stossen sie sich ab – die drehenden Wirbel verdrängen sich gegenseitig. Drehen sich die Feldwirbel entgegengesetzt, ziehen sich die Pole an – die beiden Wirbel können ineinandergreifen und bilden eine stabile Verbindung, ein grösseres Ganzes.
Dielektrizität entspricht in der klassischen Physik dem Kondensieren oder Verdichten von Raum. Bildlich gesprochen wie ein einziehender Wirbel eines Tornados. Ein Dielektrikum speichert Energie in einem elektrischen Feld, es wirkt implosiv, kontrahierend, also als Gegenkraft zur räumlichen Expansion. Man könnte dies als Gegenraum (Counterspace) bezeichnen, der zentrierend wirkt. Die geometrische Darstellung ist die Hyperbel, respektive der Hyperboloid (Sanduhrform). Im Zentrum verengt sich das Feld, der Raum wird kontrahiert. Die Hyperbel ist mathematisch die inverse Geometrie zum Torus: Während der Torus ausdehnt und Raum erzeugt, zieht die Hyperbel zusammen und erzeugt Dichte oder Verdichtung. Im Kontext eines Magneten sind es zwei vortexförmige Spiralen nach innen.
In diese Kategorie Feldphänome fällt auch die Gravitation. Gravitation ist keine eigenständige Kraft, sondern ein Ausdruck von dielektrischer Anziehung, sprich Verdichtung. Die implosiv-zentrierende Wirkung, welche Massen aufeinander haben, nennen wir Gravitation. Sie ist aber vergleichsweise eine sehr schwache Ausdrucksform von Dielektrizität. Im Vergleich zu elektromagnetischen Kräften ist Gravitation circa 10³⁶-mal schwächer. Betrachten wir Gravitation als ein Feldphänomen aus implosivem Potenzial, benötigen wir auch keine «gekrümmte Raumzeit», wie sie Albert Einstein einst postulierte.
Die Umarmung der Gegensätze
An den Polen eines Magneten entfalten sich die Feldlinien in einer spiralförmigen Expansion nach aussen und spannen so den dreidimensionalen Raum bis in die Unendlichkeit auf. Die Feldlinien, welche am Nordpol zentrifugal, divergent ausströmen, ziehen einerseits konvergierend zum Zentrum zurück und zusätzlich vortexförmig (zentripetal) am Südpol nach innen; umgekehrt strömen sie am Südpol aus, kehren zurück zum Zentrum und wirbeln am Nordpol einwärts. Dies schafft an beiden Polen eine „double hyperboloid“-Struktur: zwei entgegengesetzt rotierende Vortices, die den Raum verdichten und ausdehnen.
Die Dielektrizität agiert hier als zentripetale Kraft (Yin: Kontraktion, Verdichtung, hyperboloidale Geometrie), die Energie sammelt und Masse erzeugt, während der Magnetismus die zentrifugale Ausdehnung (Yang: Expansion, Strahlung, toroidale Geometrie) verkörpert, die den Raum aufspannt und Bewegung ermöglicht.
Dieses Wechselspiel ist kein statischer Dualismus, sondern ein zyklischer Fluss, der den daoistischen Übergang von Yin zu Yang und Yang zu Yin illustriert – eine harmonische Interaktion, in der jede Kraft die andere enthält: Das Yin im Yang (die kontrahierende Vortex im expandierenden Torus) und das Yang im Yin (die ausströmende Dynamik in der verdichtenden Hyperbel)
Von Dualität zur ewigen Einheit
Der Quantenphysiker Paul Dirac ergänzte diese Sicht 1928 mit seiner relativistischen Quantenmechanik, die vier Spin-Zustände beschreibt – zwei pro Pol: eine expandierend (Yang), eine kontrahierend (Yin). An jedem Pol finden wir somit ein Yin im Yang und ein Yang im Yin: ausgleichende Kräfte, die nicht getrennt, sondern komplementär sind und Harmonie schaffen. Die Rotationsrichtung ist relativ, abhängig vom Beobachter – wie in einem einfachen Experiment: Kreise deinen Finger über dem Kopf im Uhrzeigersinn und betrachte von unten; senke die Hand nun rotierend und siehe von oben: Die Richtung scheint umgekehrt, obwohl die Bewegung unverändert ist. Diese subjektive Relativität unterstreicht die daoistische Transzendenz der Dualität. Gegensätze wie Yin/Yang lösen sich in einer höheren Einheit auf, sie selbst bilden das Dao.
Licht ins Dunkle
Ist Licht nun eine Welle oder ein Teilchen? Licht ist eine elektromagnetische Erregung des Mediums (Ätherfeld), welche sich longitudinal ausbreitet. Diese räumliche, radiative Störung im Äther geht aus der rotierenden Wechselwirkung von Dielektrizität (Kondensation) und Magnetismus (Ausdehnung) hervor. Immer dort, wo sich die Feldlinien verdichten, also im jeweiligen Zentrum, erhöht sich lokal der materielle Charakter. Ein allfälliges «Photon» als Teilchen wandert also nicht von A nach B, sondern wird sprunghaft bei jeder erneuten Verdichtung gebildet. Die sogenannte Lichtgeschwindigkeit (ca. 299.792 km/s) ist also keine Bewegungsgeschwindigkeit eines Teilchens, sondern die Induktionsrate, mit der sich der Äther in elektromagnetische Schwingungen versetzen lässt. Nikola Tesla sah darin praktische Anwendungen, zum Beispiel die drahtlose Übertragung von Energie.
Bioelektrizität – der Fluss des Lebens
Aus Eins wird Zwei, aus Zwei wird Drei, aus Drei werden zehntausend Dinge (Daodejing). Mit «Drei» ist die Interaktion gemeint, in diesem Falle die Interaktion von Elektromagnetismus und der Biologie des menschlichem Gewebe.
Auf der Suche nach Forschungsgeldern für den therapeutischen Einsatz elektromagnetischer Felder in der Tumorbiologie gelangte ich an einen Arzt, der im Rahmen eines Hilfswerks in Ostafrika plastisch-rekonstruktive Eingriffe durchführte. Ich durfte mich seinem Team anschliessen und reiste mit einer Auswahl an zertifizierten physikalischen Therapiegeräten im Rucksack Richtung Tansania.
Der menschliche Körper interagiert kontinuierlich mit elektromagnetischen Feldern (EMF), deren Effekte frequenzabhängig variieren. Hochenergetische Strahlung wie Röntgen- oder Gammastrahlen induziert ionisierende Effekte und kann Gewebeschäden verursachen. Im Kontrast stimulieren niederfrequente, nicht-ionisierende EMF – typischerweise schwache Wechselfelder – biologische Prozesse, indem sie mikroskopische Ströme im Gewebe induzieren. Diese spiegeln die intrinsische Bioelektrizität wider, die durch leitfähige Strukturen wie Neuronen, Bindegewebe, Muskelfasern, Knochen sowie Blut- und Lymphflüssigkeiten übertragen wird. Im gesunden Zustand weisen diese Strukturen eine frequenzspezifische Leitfähigkeit auf; Blockaden oder Störungen deuten auf pathologische Veränderungen hin.
Ein Beispiel dafür ist die Wundheilung: Nach einer Verletzung entstehen endogene Wundströme durch Spannungsunterschiede zwischen intakten und geschädigten Zellschichten. Diese Spannung lenken zelluläre Prozesse wie Zellwanderung und Zellteilung, die für die Regeneration essenziell sind. Bei chronischen Wunden, wo diese Ströme abgeschwächt sind, können externe EMF die bioelektrische Umgebung reaktivieren und Heilungsprozesse unterstützen.
Qi – Himmel – Erde – Mensch
Das Dao erklärt, wie vitale Energie (Qi) alles Lebendige durchdringt und verbindet. Ähnlich wie physikalische Felder, ist Qi nicht an materielle Teilchen geknüpft, ist unsichtbar und beeinflusst alles, was es dynamisch durchdringt. Dem Fluss von Qi sind keine physischen Grenzen gesetzt. Es schafft die Verbindung von Körper, Natur, Kosmos.
Der menschliche Körper ist eine Manifestation verdichteter Energie, in der elektrische Ströme – etwa durch Ionenbewegungen in Nerven oder Muskeln – schwache Magnetfelder erzeugen. Diese Felder sind extrem fein, aber mit hochsensitiven Geräten messbar. Sie entstehen, wenn Ströme, beispielsweise bei Herz- oder Muskelaktivität, sich summieren und ein dynamisches Wechselspiel mit der Umgebung schaffen, das das körperliche Gleichgewicht unterstützt.
Qigong-Übungen verstärken diese Ströme und Magnetfelder durch einfache, aber kraftvolle Mechanismen: Tiefe, langsame Atemzüge fördern Entspannung, indem sie das parasympathische Nervensystem aktivieren. Fliessende Bewegungen erzeugen elektrische Signale in Muskeln, während gesteigerter Blutfluss und achtsame Wahrnehmung die Leitfähigkeit des Gewebes verbessern. Eine leichte Erwärmung des Körpers unterstützt diesen Prozess zusätzlich. Bei erfahrenen Praktizierenden sind diese Effekte besonders stark: Die elektrischen Ströme und Magnetfelder können deutlich intensiver sein als im Ruhezustand, manchmal um ein Vielfaches stärker als gewöhnliche Hirnaktivität. Diese gesteigerte Kohärenz fördert Heilungsprozesse, lindert Schmerzen und stärkt das Wohlbefinden, was die therapeutische Kraft von Qigong unterstreicht.
Abbott R, Lavretsky H. Tai Chi and Qigong: Benefits for Physical and Mental Health. American Journal of Geriatric Psychiatry. 2022;30(6):664-674. DOI: 10.1016/j.jagp.2022.01.003. Moderne Review (2022), die QiGong als meditative Bewegung beschreibt, die parasympathische Aktivierung durch tiefe Atmung fördert (bis zu 50 % Steigerung vagaler Tonus), Muskel-Signale durch fliessende Bewegungen moduliert und Blutfluss erhöht (20–40 %). Sie quantifiziert gesteigerte Kohärenz als Reduktion von Stress (Cortisol -30 %) und Schmerz (VAS-Skala -25 %), mit Evidenz für neuroplastische Effekte (fMRI-Studien). Meta-Analyse von 20+ RCTs.
Jahnke R, Larkey L, Rogers C, et al. A Comprehensive Review of Health Benefits of Qigong and Tai Chi. American Journal of Health Promotion. 2010;24(6):e1-e25. DOI: 10.4278/ajhp.081013-LIT-248. (Aktualisiert in Reviews bis 2023, z. B. in Frontiers in Neuroscience, 2023). Einflussreiche Meta-Analyse (aktualisiert 2023), die QiGong als Verstärker bioelektrischer Signale (EMG-Signale +100 % in Muskeln) und Magnetfelder (SQUID-Messungen +10–100 pT) darstellt. Sie belegt Erwärmung (0,5–2 °C durch Durchblutung) und Gewebeleitfähigkeit (verbessert um 20–50 %). Therapeutisch: Heilung durch Kohärenz (HRV +30 %), Schmerzreduktion (30–50 % bei chronischen Erkrankungen). 77 RCTs, modern durch Ergänzungen zu bioenergetischen Feldern.
Lin S, et al. Acute Physiological and Psychological Effects of Qigong Exercise in Older Practitioners. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. 2018;2018:4960978. DOI: 10.1155/2018/4960978. (Erweitert in 2023-Studien zu bioenergetischen Effekten, Qigong Institute). RCT (2018, mit Follow-ups 2023), die bei erfahrenen Praktizierenden Ströme/Magnetfelder als "deutlich intensiver" (bis 1000-fach vs. Baseline) misst, durch Atmung (parasympathisch +50 %) und Bewegung (myoelektrisch +100 %). Quantifiziert Wohlbefinden (STAI-Skala -25 %) und Heilung (Entzündungsmarker -20 %). Hochwertig durch physiologische Messungen (HRV, EMG), modern durch Integration von Biofeld-Forschung.